180 km - Rad

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Ronny  -   Schwimmen: 1.06.42h   1.Wechsel: 5.04min
Ronny beim Wechsel 01 Ronny beim Wechsel 02 Ronny beim Wechsel 03 Ronny beim Wechsel 04 Ronny beim Wechsel 05

Ronny kommt ca. 10min vor mir aus dem Wasser...

Heiko   -   Schwimmen: 1.16.26h   1.Wechsel: 5.05min
Ich beim Wechsel 01 Ich beim Wechsel 02 Ich beim Wechsel 03 Ich beim Wechsel 04 Ich beim Wechsel 05

In der Wechselzone muß ich mich kurz orientieren - aha, da hinten steht mein Rad!

...zweiter Gang links, achtes Rad rechts, Helm auf den Kopf, Brille auf die Nase, und ab geht die Post.
Blitzlichter schießen aus der Menge.
Die sieben Powerbars in meiner Trikottasche hüpfen auf und ab während ich zum Asphaltweg renne.
Mit einem kurzen Handgriff ordne ich meine Sachen, steige auf und rolle vorbei an den Zuschauern auf die Hauptstraße. Einmal links, einmal rechts und schon geht es auf die Brücke über den Main-Donau-Kanal, auf der schon im Morgengrauen so viele Leute gestanden haben.

Ich werfe einen kurzen Blick über meine rechte Schulter und sehe die Wellen im Kanal tanzen - in der Wechselzone ist noch die Hölle los!
'Von hier oben hat man wirklich eine gute Aussicht!', denke ich und greife nach meiner Radflasche, um mich um meinen Durst zu kümmern.
Hinter der Brücke schwingt sich die Straße durch eine enge Linkskurve bergab, am Campingplatz vorbei, schlängelt sich durch einige Kurven und führt dann auf die Straße nach Haimpfarrich.

Zeit für ein zweites Frühstück!
Ich fummel einen Powerbar aus meiner Trikottasche und lege mich kauend auf den Vorbau.

5km

In Eckersmühlen steppt der Bär. Hinter den Absperrgittern am Straßenrand stehen die Zuschauer wie eine Wand.
Hier ist der Abzweig.
Links geht's in meine erste Runde, später in die Zweite und rechts geht's ins Ziel - naja, zum 2.Wechsel.
OK, dann fangen wir mal an mit der Arbeit, denke ich und stürze mich in die erste Runde.

11km

Nur nicht zu viel Druck machen.
Ich lasse meine Beine eher auf die Pedale fallen, als daß ich wirklich treten würde.
Es läuft gut.
Wo Ronny wohl ist?
An die 10min wird er bestimmt Vorsprung haben - das sind etwa 5 Kilometer.
Davon darf ich mich nicht verrückt machen lassen!
Ich muß MEIN Rennen fahren!
...immer schön im grünen Bereich bleiben, mich nicht verrückt machen lassen von anderen, es geht um mich, meine Beine, meine Arme, meinen Körper, mit ihm muß ich klarkommen, muß ihn hegen und pflegen wie eine zerbrechliche Pflanze, muß in mich hinein horchen und rechtzeitig reagieren, wenn die inneren Alarmlampen angehen und nach Nährstoffen oder Flüssigkeit schreien - laß die anderen ruhig machen, die werden schon wissen was sie tun.

Selbst in den entlegensten Dörfern haben sich einige Leute Stühle, Tische und Schirme aufgestellt und feuern uns an.

28 km

Gerade auf den ersten dreißig Kilometern der Runde herrscht heftiger Gegenwind, der an meiner Moral nagt.
Neben mir fährt ein großgewachsener junger Kerl im gelben Radtrikot anfang zwanzig.
"Der Wind macht mir nichts aus, ich komme aus Norddeutschland, da hatte ich in letzter Zeit immer Wind beim Training. Aber Spaß macht mir das trotzdem keinen."
"Neeeee" , sage ich "mir auch nicht. Der Wind geht mir ganz schön auf die Birne. Ich habe im Taunus trainiert, da geht's nur auf und ab. Mit Bergen kann ich umgehen, da sehe ich wenigstens, warum es schwer geht aber bei Wind ist es zum kotzen. Die Strecke ist flach, du trittst wie'n Ochse, fährst knappe 20 und wenn du nur einen Augenblick den Druck von der Kurbel nimmst, fällst du um!
...und wenn du einem erzählst, daß du für die flache Strecke nur so lange gebraucht hast, weil so'n starker Wind war, hört sich das immer nach ner faulen Ausrede an - is schon dooof oder?
Am besten man redet nur mit Leuten darüber die dabei waren." fügt er hinzu.
Ich nicke.
"Ich muß schon seit ner Stunde pinkeln, du hast ja keine Ahnung, wie das drückt, lange halte ich das nicht mehr aus. Aber vorhin wollte ich nicht gehen, da lief es zu gut." sagt er.
"Ich muß auch." rufe ich zu ihm rüber und trete härter um von ihm wegzukommen bevor ich einen Anschiß wegen Windschattenfahrens bekomme.
Rechts hinter einer kleinen Buschgruppe geht ein steiniger Weg von der Landstraße ab.
Ich bremse, lass mein Rad unsanft auf den Schotter krachen und drehe mich zu den Büschen.
"Ooooaaahhhhh! Tut das gut!" entfährt es mir als sich meine Blase entspannt.
Im selben Augenblick knirscht es hinter mir auf dem Sandweg. Ich drehe mich um und sehe mein Nordlicht im gelben Radtrikot, wie er mit hektischen Bewegungen an seiner Hose hantiert.
"Ooooaaahhhhh! Endlich! Das wurde höchste Zeit!" , sagt er und sein entspannter Gesichtsausdruck gibt ihm Recht.
Dann fahren wir weiter...

35 km

Kurz vor Greding ist mein Nordlicht irgendwie verschollen.
Noch immer macht mir der Wind zu schaffen. Seit einiger Zeit muß ich richtig arbeiten um nicht so langsam zu werden, daß ich vom Rad falle.
Auf meiner Höhe fährt jetzt ein Typ mit Oberlippenbart, schwarzer Radhose und blauem Radtrikot, der, wenn ich ihm im Supermarkt über den Weg gelaufen wäre, nicht den Eindruck erweckt hätte, einen Ironman auch nur annähernd überleben zu können.
Als der Oberlippenbart mein Schnaufen hört, sieht er zu mir herüber und meint: "Wir müssen jetzt Kräfte sparen, gleich sind wir in Greding, da geht's stramm bergauf"
Vom Kampf gegen den Wind genervt, antworte ich launisch:
"Ist mir egal, Berge machen mir nichts aus, der Wind macht mich hier mürbe."
Und denke im Stillen: ‚Bleib mir vom Hals mit deinen Ratschlägen! Berge kommen und gehen, hoch strengt an, runter macht Spaß!
...und überhaupt - Scheiß Wind!!!'

Nach Greding hinein führt die Straße durch eine Linkskurve und steigt dann in einem weiten Rechtsbogen stramm an. Hier stehen wieder mehr Leute an der Straße. Rechts und links jubelt und klatscht es, das macht die Arbeit am Berg leicht.
Einige Zuschauer haben ihre Autos mit offenen Türen an der Strecke geparkt und feiern regelrechte Parties, unterstützt durch die Musik ihrer Stereoanlagen.
‚Na das hab ich doch lieber als den ewigen Gegenwind!' , denke ich und trete rein.
So ist der Anstieg zu ertragen.
Er ähnelt meiner Trainingsstrecke zu Hause. Ich bleibe lange sitzen und bekomme mein Selbstvertrauen wieder, das mir der Wind fast weggeblasen hatte.
Der Oberlippenbart mit seinen guten Ratschlägen ist weg. Er schnauft irgendwo weiter hinten im Pulk.
Im oberen Drittel beruhigt sich der Anstieg. Ich stehe auf um wieder etwas Schwung in die Sache zu bringen und etwas Blut in mein bestes Stück zu lassen, von dem ich im Moment nicht genau sagen kann, ob es noch da ist oder nicht.

48 km

Nach der Abfahrt sind meine Beine wieder etwas lockerer.
"Endlich mal was, was hier richtig Laune gemacht hat!" sage ich zu dem Radfahrer neben mir.
"Ja, das war Klasse!" antwortet er in typischem Holländer-Deutsch.
Gerade in dem Moment als ich noch etwas sagen will, rast ein Motorrad von der Rennaufsicht an uns vorbei und der Mann auf dem Sozius schreit uns an: "Macht, daß ihr auseinander kommt!!!"
Unwillkürlich ziehe ich den Kopf ein, trete in die Pedale und setze mich vor den Holländer.

68 km

Kurz vor Hilpoldstein geht's stramm den Berg hinauf.
Die Zuschauer stehen dichtgedrängt am Straßenrand. Sind wir noch eben in einer dicken Gruppe gefahren, so fahren wir jetzt hintereinander. Nur so passen wir durch die auf der Straße stehenden Zuschauer hindurch.
Die Menge macht einen Lärm, daß es mir einen Schauer den Rücken hinunter schickt.
Bei soviel Energie um mich herum kann ich nicht ruhig auf meinem Sattel sitzen bleiben, ich stehe auf, trete fest einige Male und bin schon oben.
Ist das schon der Solarer Berg oder nur ein kleiner Vorgeschmack?

73 km Solarer Berg

Die Straße ist nicht nur voller Menschen - sie ist schlichtweg nicht mehr zu sehen.
Ein Schauer läuft mir den Rücken hinunter.
Jetzt ist es Gewißheit - es war nur ein kleiner Vorgeschmack.
Vor mir fahren drei andere Radler, ich komme mir vor als würde ich durch einen Demonstrationszug hindurch fahren - die Zuschauer gehen erst zur Seite, kurz bevor wir sie umnieten.
Unglaublich!!!
Die Luft scheint zu knistern.
Mein Nacken kribbelt, ein Schauer jagt den nächsten und meine Haarspitzen scheinen sich zum Himmel zu recken und dabei den Helm anzuheben.
Die Pferde gehen mit mir durch.
Ich schere aus der Reihe, halte auf die Zuschauer und gehe aus dem Sattel.
Es funktioniert, sie machen mir eine Gasse frei.
Durch die Menge hindurch, angefeuert durch ohrenbetäubendes Getose, überhole ich die Drei vor mir. Hatte ich nicht vor kurzem etwas von "locker bleiben" gesagt?
Schnell sind 20, 30 Meter zwischen uns und kaum habe ich mir bewußt gemacht, daß das Ganze wohl eher für die Katz als wirklich produktiv war, bin ich auch schon oben.
Mann, war das geil!!!!!!!!!!

Mein Puls rast - egal - das war es wehrt!
Doch langsam bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Ich habe mich hinreißen lassen!
Auch wenn mein Puls schnell wieder in normale Bereiche fällt, sind meine Beine noch lange "fest".
Das habe ich nun davon - dicke Beine, die erst mal wieder locker werden müssen und noch gut eine Runde zu fahren.
Hoffentlich muß ich später dafür nicht bitter bezahlen.

83 km Hilpoldstein

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Stramm geht es durch eine Rechtskurve, dann steigt die Straße leicht an.
Gegenüber der Tankstelle hocken einige Zuschauer.
Hey, das sind meine Eltern und Ronnys Freundin und einige Meter weiter hüpft Robert aufgeregt mit der Kamera hin und her.
"Wie lange ist Ronny schon vorbei?" , will ich wissen.
"Zehn Minuten! ...nein, sieben Minuten!!!" , ruft mir Birgit hinterher.
Sieben Minuten?
Hmmm, wenn ich die fünf Minuten dazu rechne, die ich früher gestartet bin, hat er jetzt 12 min Vorsprung. Ich habe also noch zwei Minuten eingebüßt aber das ist nicht die Welt auf 80 km.

92 km Eckersmühlen

Zum zweiten Mal komme ich hier nun schon vorbei. Hinter den Absperrgittern stehen die Zuschauer noch immer dicht gedrängt. Die Leute haben nichts von ihrer euphorischen Stimmung verloren und scheinen noch genug Power zu haben, den ganzen Tag so weiter zu machen.
Auch wenn ich noch nicht nach Roth zum nächsten Wechsel abbiegen darf und mir der noch verbleibenden knappen 90 Kilomerter bewußt bin, die darauf warten von mir weggetreten zu werden, fällt es mir nicht schwer hier links abzubiegen.
Kein "Schade", kein "Oooohhh, jetzt nochmal das Ganze?!?" - es ist wie es ist und fertig.
Die Begeisterung der Zuschauer schwebt über der Strecke, die Luft scheint davon zu knistern, mit jedem Atemzug nehme ich ein Stück davon auf, schicke sie durch meine Adern und spüre, wie es mir die Schmerzen nimmt, mich vorwärts treibt... Es ist der Hammer!
Würden überall so viele Zuschauer stehen, wären die 180km ein Klacks!

2. Runde

115 km

Der Wind zehrt an meiner Moral.
Trotz der relativ flachen ersten Hälfte der Radrunde (mal von den knapp 100 Höhenmetern Steigung zwischen Laffenau und Seligenstadt abgesehen) muß ich hart arbeiten.
Einmal nicht treten und ich werde jetzt wirklich so langsam, daß ich vom Rad falle.

125 km Greding

130 km

Einige Kilometer vor (der Serpentinenabfahrt) nimmt der Wind plötzlich noch zu.
Wie aus dem Halbschlaf gerissen schrecke ich hoch. Über meinem Kopf schwebt eine dicke Regenwolke.
‚Aubacke, ein Wolkenbruch hat mir gerade noch gefehlt. Na das kann ja was werden!' ,denke ich und kaum, daß ich mich von dem Gedanken gelöst habe, klatschen mir dicke Regentropfen auf den Helm.
In kürzester Zeit schwimmt die Straße. Aus den Regentropfen ist ein dichter Vorhang aus Wasserfäden geworden. Jede Kurbelumdrehung schickt einen Wasserschwall in meine Schuhe. Das Trikot klebt mir am Körper.
Nur gut, daß ich meine Weste übergezogen habe.

Noch 50 Kilometer! Nur noch 50 Kilometer...
‚Am Wetter kann ich sowieso nichts ändern!' , denke ich, während mir der Regen von der Nasenspitze tropft und fingere aus meiner Trikottasche wieder mal einen Powerbar.
Vielleicht noch eineinhalb Stunden, dann darf ich vom Rad steigen.
An das DANACH denke ich jetzt besser nicht.

Nur noch 50 Kilometer!
Und dann noch den Marathon...
"Nur" noch Laufen...

...ist der Ironman die Realität gewordene Metapher dafür, daß jedes Ende, jeder Schlußstrich, gleichwohl ein neuer Anfang ist, nach dem Motto:
"An jedem Start ist auch ne Ziellinie!" (Thomas D. "Lektionen in Demut")
Der Gedanke wandert durch mein aufgeweichtes Hirn.

Hmmmm?

Nach dem Schwimmen ist nicht Schluß...
...nach dem Radfahren auch nicht...
...und die Distanzen der Einzeldisziplinen sind so nervzerfetzend lang, daß man sich beim ersten geistigen Zusammenprall mit der Sache "Ironman" fragt, ob man noch alle Tassen im Schrank hat, nach der Tageszeitung greift und, nur auf andere Gedanken zu kommen, sich die Todesanzeigen und die Geburtstagsgrüße reinzieht, und sich danach ausgiebig dem Tageshoroskop mit allen zwölf Sternzeichen widmet.
Nach eineinhalb Stunden, während man gerade verträumt aus dem Fenster schaut und ganz nebenbei festgestellt hat, daß der Nachbar dieses Wochenende schon zum zweiten Mal seinen Wagen wäscht, ertappt man sich dann doch bei einer Frage:
‚Vielleicht kann ich das doch?'

Das ist dann das Ende der Zeit, in der man bei der Frage nach seinen sportlichen Aktivitäten auf Verständnis bei seinen Freunden hoffen konnte.

Gedanklich ist die Sache nicht greifbar.
Man muß sie auseinandernehmen, sie in die Einzeldisziplinen zerlegen. Die Einzelteile müssen greifbar, vorstellbar werden - nur dann kann es klappen.

Kurz vor der Serpentinenabfahrt hat der Regen aufgehört.
Die Straße ist naß und rutschig. Ich muß aufpassen. Rechtzeitig, vorausschauend und vor allem wohl dosiert bremsen. Ich kann mich noch gut an den Frankfurt-Triathlon vor einem Jahr erinnern, als mir bei regennasser Fahrbahn auf flacher Strecke in einer 180° Kurve das Hinterrad weggerutscht war. Ich hatte die Sache damals noch im Griff, aber dafür einen mächtigen Schreck in den Gliedern.
Wenn mir das hier bei 10% Abfahrt passiert geht was kaputt - Rad oder Knochen.
Lieber langsam!!!
Meine Begeisterung für's Bergabfahren ist mir auf den letzten 50 Kilometern sowieso abhanden gekommen.

145 km

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Meine Beine brennen wie Feuer. Die letzten Kilometer waren ein Stück harter Arbeit.
Die Strecke von Obermässing nach Weinsfeld hat sich gezogen wie Kaugummi, zwar sanft aber stetig bergauf.
Noch 20 Kilometer, dann ist beim Training immer Feierabend gewesen.
Jetzt noch nen Marathon laufen? Der tut auch so schon weh, ohne vorher Rad gefahren zu sein!
Ich bin total im Arsch!
Stopp!
Nicht nachdenken!
Einfach machen!
Einfach? Woher kam denn der Gedanke?
Einfach...
...Schwachsinn!!!!
...ach, leck mich doch!

Ich fummele den letzten Powerbar aus meinem nassen Trikot und kaue lustlos darauf herum.
Weit vor mir verschmilzt die Straße im Nebel des verdunstenden Regens mit dem Waldrand. Mein Blick verliert sich irgendwo dazwischen.

173 km Eckersmühlen

Das Bild hat sich geändert. Die Straßenzüge von Eckersmühlen sind verwaist.
Die Absperrgitter am Straßenrand haben keine Daseinsberechtigung mehr.
Die Masse der Zuschauer wird jetzt wahrscheinlich an der Laufstrecke stehen. Ich kann es ihnen nicht verdenken, denn da spielt sich jetzt das Rennen ab.
Nur noch knappe fünf Kilometer und ich darf von dieser Kiste steigen!

180 km Roth - 2.Wechsel

Ich fahre nach Roth hinein.
Nach der langen Zeit auf dem Rad kommt das schon einer kleinen Zielankunft gleich.
Die Hauptstraße lang, immer der Straße nach, eine Kurve, dann noch eine und plötzlich sehe ich die Zeitnahmematte vor mir. Damit hatte ich noch nicht gerechnet.
Völlig verdutzt bemühe ich mich zügig vom Rad zu springen, werfe einen letzten Blick auf meinen Tacho (179,8km/6.01h), komme ins Straucheln und kann es nur knapp vermeiden hinzufallen - au' Backe, hab ich wacklige Beine!
Zwei Helfer nehmen mein Rad und verschwinden damit im Nirgendwo der Wechselzone.
Im Vorbeilaufen (wenn man das überhaupt so nennen kann) nehme ich meinen zweiten Beutel vom Boden auf und eiere ins Umkleidezelt.
Hier geht es viel weniger hektisch zu als heute morgen nach dem Schwimmen.
Die 180 km auf dem Rad haben sich scheinbar sehr "beruhigend" auf die Jungs um mich herum ausgewirkt und ausserdem ist das Teilnehmerfeld inzwischen sehr weit auseinander gezogen.

Schwimmen 1.Wechsel Rad 2.Wechsel Lauf Gesamtzeit
Ronny 1.06.42h 5.05min 5.50.33h 3.39min
Heiko 1.16.26h 5.04min 6.00.56h 3.35min

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Richtig Rennradfahren. von Peter Konopka
Ausdauertrainer Radsport. Training mit System. von Kuno Hottenrott, Martin Zülch
Das Lance- Armstrong- Trainingsprogramm. von Lance Armstrong, Chris Carmichael, Joffre Nye

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