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Plant man eine Tour, einen längeren Urlaub oder auch nur einen Tagesausflug in
die nähere Umgebung, so steht nach der gefallenen Entscheidung über das Ziel
des Ausfluges, die Frage im Raum:
Was ziehe ich an?
Gefolgt von: Wie wird das Wetter? und: Welchen Rucksack nehme ich?
oder: Reicht mein Sommerschlafsack aus?, um nur Einige der vielen Fragen zu
nennen, die dem Planenden durch den Kopf gehen und ihm wahrhaftig schlaflose
Nächte bereiten können.
Die Frage nach dem richtigen Schlafsack erübrigt sich natürlich bei einem
Tagesausflug und die Wahl der Bekleidung klärt ein kurzer Blick aus dem Fenster,
wogegen wir es uns bei einer längeren Trekkingtour durch menschenleeres Gebiet,
wie zB. Norwegen, nicht so einfach machen können, denn schon auf die Frage nach
dem zu erwartendem Wetter lautet die Antwort: J E D E S !
Da wir als alleinreisende Fußgänger nun aber unsere gesamte Habe auf dem Buckel
umhertragen, sind uns bei der Wahl der Ausrüstungsgegenstände von vorn herein
enge Grenzen gesetzt.
Von Natur aus hat man als gesunder erwachsener Wanderer eine Nutzlast von
ca. 15 - 40 kg, wobei ich mit 15 kg - 20 kg die weiblichen und mit 15 kg - 40 kg
die männlichen Individuen der Gattung Trekker einstufe.
Möglich sind auch Lasten von über 50 kg ( je nach Statur des Deliquenten ), aber aus
eigener Erfahrung weiß ich, daß der Spaßfaktor jenseits der 30 kg - Marke stark leidet.
Angesichts dieses doch geringen Spielraumes bedarf es gründlicher Überlegung
bei der Wahl der Ausrüstung, denn wenn ich aus Bequemlichkeit...
- eine schöne dicke Isomatte ( + ca.600g zur leichten Version )
- einen Fleecepulli extra ( + 350g )
- das billige Zweimannzelt ( + 2000g )
- den alten Schlafsack mit Fleeceinlet ( +1300g )
...mitnehme, dann habe ich schon 4,25 kg mehr auf dem Buckel, also etwa
4 Beutel Milch, die ich nicht brauche - nur um zu verdeutlichen wovon
wir hier reden.
Diese Rechnung könnte man beliebig ausdehnen, aber ich denke es ist auch so
schon deutlich geworden, daß man sich durch den gezielten, wohl durchdachten
Kauf leichter, hochwertiger Ausrüstung das Leben "LEICHTER" machen kann.
Im Folgenden habe ich die von mir benutze Ausrüstung aufgelistet und wo es
angebracht war Kritiken dazu geschrieben.
Inzwischen habe ich meine Ausrüstung weiter verbessert:
| Ausrüstungsgegenstand |
alt |
neu |
eingespartes Gewicht |
| Zelt: |
Rondane3 2300g |
Stetind1 1200g |
1100g |
| Schlafsack: |
Ice-Creek 1300g |
Glacierbag 700g |
500g |
| Schlafsackinlet: |
Ajungilak 700g |
entfällt* |
700g |
| Isomatte: |
Litefoam XL 1300g |
Litefoam Ultralite 660g |
640g |
| Eingespartes Gesamtgewicht: |
2940g |
* Die Firma Mountain Equipment fertigt auch auf speziellen Kundenwunsch.
Ich hatte mir einen Schlafsack bestellt und an Stelle der vorgesehenen Daunen
mit 600'ter Fillpower hineinfüllen lassen. (Mehrkosten 30%)
Der Schlafsack, der laut Hersteller bis 0° angegeben war, hat nun einen Einsatz-
bereich bis ca. -8°, und das bei gleichem Gewicht!
Jetzt bin ich zwar um ca.1300,- DM ärmer, dafür halten die Sachen eine Weile
und ich kann der nächsten Tour gelassen entgegen blicken.
Erklärung:
Eine Unze (28,3gr) Daunen werden komprimiert und anschließend das Volumen in
Cubic Inches (cuin) gemessen, auf das sich die Daunen ausdehnen = Fillpower.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: heiko@solotrekking.de
Das Steuermenü auf der linken Seite benutzen oder einfach
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